Das Ahrtal

Tag der offenen Weinkeller im Ahrtal

Zum vierten Mal fand am Samstag der Tag der offenen Weinkeller im Ahrtal statt, die T&C war für euch vor Ort. Bei herrlichem Frühlingswetter öffneten 17 Winzerhöfe zwischen Heppingen und Mayschoß ihre Pforten um den feinen Tropfen zu verkosten und Details über dessen Herstellung zu erfahren.

11 Uhr morgens, raus aus der Ahrtalbahn, rein in den Shuttlebus und auf zum ersten Weingut. Im Bus schaue ich unsere Mitreisenden für den Tag an. Einige jüngere Damen der Fraktion „Junggesellenabschied“ sind schon bester Stimmung, begeistert wird das Ziel der Weinproben-Anzahl bekannt gegeben. Davor die Fraktion Genießer, die sich für jedes Weingut soviel Zeit nimmt wie man zum Genießen eben braucht. Direkt neben uns hängt die Fraktion Kaffeefahrt noch etwas müde in den Sitzen und berät den potentiellen ersten Halt. Man wird sich heute noch öfter begegnen.

Ein Glas Ahrwein

Ein Glas Ahrwein

Los geht es für uns am Weingut Sonnenberg in Bad Neuenahr. Die Lesezeit aus Sinzig präsentiert Crime and Wine. Autoren stellen ihre Winzerkrimis vor und die werte Zuhörerschaft genießt dazu den entsprechenden Wein, in unserem Fall einen Spätburgunder.

Um nicht den ganzen Tag über nur Wein zu trinken, nehmen wir uns dann etwas Abwechslung vor. Im Winzerhof Körtgen gibt es Körtgen’s Blanc de noir, ein frischer Sekt aus roten Trauben, der weißgekeltert wird. Wer möchte, kann in den Räumlichkeiten des Winzerhofes dem jungen Sekt beim Degorieren, der Enthefung, zusehen.

Es folgt eine halbe Stunde Fußmarsch in der Sonne, dann wird es Zeit für einen kleinen Zwischenstopp außerhalb der Weingüter und Winzerhöfe. Bestens dafür geeignet: Ahrweiler.

Der sympathische Stadtteil von Bad Neuenahr-Ahrweiler lädt innerhalb der historischen und vollständig erhaltenen Stadtmauern mit seinen kleinen Altstadt-Gässchen und dem mediterran anmutenden Marktplatz wahrlich zum Verweilen ein. Wir setzen uns in ein Café, essen eine Kleinigkeit und lauschen den Klängen der Zweimann-Band, die an einer Ecke des Platzes Aufstellung genommen hat. Eine kleine Idylle in der Altstadt Ahrweilers. Kein Wunder, dass hier um die Mittagszeit wieder alle zusammen kommen und sich eine Pause gönnen.

St.Laurentius in Ahrweiler

St.Laurentius in Ahrweiler

Nach dem Essen geht es wieder in den Bus. Die Stimmung ist nun wesentlich ausgelassener. Der Busfahrer trägt der steigenden Stimmung seiner Gäste Rechnung und dreht die Musik auf. Es läuft der entspannte Allzwecktitel „Traum von Amsterdam.“ Mir wird der Zusammenhang nicht ganz klar aber die Kaffeefahrt von heute Morgen fällt grölend mit ein. Mit einem Schmunzeln schweift der Blick wieder nach draußen auf die vorbeiziehenden Weinberge.

Beim Ahrweiler Winzerverein unternehmen wir endlich eine ausgiebige Kellereiführung und bestaunen zahlreiche Holzfässer, in denen der Wein reift. Gerade als uns der Winzer erklärt, wie wichtig es ist, den Wein zu genießen und sich nicht bei der Verkostung zu hetzen um so viel wie möglich zu trinken, fällt von links hinten ein rheinisches Urgestein ein: „Wat jibbet hier zu trinken?“ Portugieser gibt es und der lohnt sich.

Nach der Verkostung geht es wieder zurück in den Bus, der ist erstaunlicherweise halb leer. Nächste Station: Die Ahrmetropole Rech mit ihren Weingütern St. Nepomuk, Adolf Schreiner und Max Schell, deren urige Weinstuben alle einen Besuch lohnen. Anstatt drinnen zu sitzen zieht es uns allerdings nach draußen um bei den letzten warmen Sonnenstrahlen des Tages einen kleinen Aufstieg zu wagen. 15 Minuten später stehen wir zwischen zahllosen Reihen Wein und haben einen formidablen Ausblick über das Ahrtal. Der Tag hat sich nicht nur kulinarisch gelohnt.

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Ein Gedanke zu „Tag der offenen Weinkeller im Ahrtal

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