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“Is(s) was?! Essen und Trinken in Deutschland”

 

“Is(s) was?! Essen und Trinken in Deutschland” heißt die aktuelle Ausstellung im Bonner „Haus der Geschichte“ und beleuch­tet das Thema Essen und Trinken aus den ver­schie­dens­ten Blick­win­keln. Ganz gespannt und mit einer Portion skeptischer Neugierde begebe ich mich in diese Ausstellung und wage eine Reise in die deutsche Essenskultur.

Direkt zu Beginn erwartet mich ein Spie­gel­raum, der bei allen Besuchern natürlich erstmal großes Interesse weckt. Dazu ist der Boden  mit Essens­ma­ga­zi­nen gepflas­tert, die mir ver­deut­li­chen, wie all­ge­gen­wär­tig Essen und Trin­ken heut­zu­tage in unse­rer Gesell­schaft ist. In den Spie­gel­käs­ten befin­den sich zudem einige beson­dere Expo­nate, dar­un­ter das wert­vollste Objekt dieser Ausstellung: das „Buch von guter Speise“, das erste deutsch­spra­chige Koch­buch aus dem Jahr 1350.

In der Aus­stel­lung geht es nicht nur um die schö­nen Sei­ten des Essens: In einem laborähn­li­chen Raum kann der Besu­cher anhand einer Zeit­leiste alle Lebens­mit­tel­skan­dale der ver­gan­ge­nen Jah­re­ ver­fol­gen. Was mich leider kaum überrascht: Je näher man der Gegen­wart kommt, desto mehr häu­fen sich die Skandale.

Zudem hat sich die Rolle des Essens stark geändert. Früher aß man um satt zu werden, doch dies hat sich in unserer Kultur komplett geändert. Wir konsumieren und werfen das weg, was uns nicht schmeckt oder wozu wir keine Zubereitungszeit hatten. Die Supermärke sind oft kein besseres Beispiel. Vieles was nicht mehr schön aussieht und sich somit schlechter verkaufen lässt wird einfach weggeschmissen. Einige geben ihre Sachen an gemeinnützige Vereine, doch trotzdem gibt es zu viel unnötigen Abfall.

Ein weiterer Raum bietet Platz für innovative Ideen. Eine hat mich echt fasziniert, so benutzt beispielsweise eine Bäckerei, Altbrot als Energiequelle und spart somit Strom. Außerdem sagt diese, dass wenn alle Bäckereien ihr Altbrot wiederverwenden würden man ein Atomkraftwerk schließen könnte. Eigentlich kaum zu glauben.

Ich muss zugeben, ich habe nicht erwartet, dass man eine ganze Ausstellung mit interessanten Informationen zum Thema Essen und Trinken füllen kann. Man erhält viele verschiedene Sichtweisen und denkt nach der Ausstellung noch lange darüber nach.

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Ein Gedanke zu „“Is(s) was?! Essen und Trinken in Deutschland”

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