Ausstellungseröffnung HDG

Neue Ausstellung im Haus der Geschichte: Einwanderungsland Deutschland

Am 10. Dezember 2014 eröffnete das Haus der Geschichte in Bonn die neue Wechselausstellung „Immer bunter. Einwanderungsland Deutschland“. BonnRegion war bei der Eröffnungsveranstaltung vor Ort und lauschte den Reden von Stiftungspräsident Prof. Dr. Hütter und Kulturstaatsministerin Grütters. Nach kleinem Umtrunk schob sich dann die Wand hinter dem Rednerpult zur Seite und die Teilnehmer durften „einwandern“.

Direkt am Beginn der Ausstellung kann man wunderbar realistische Fotos vor dem multikulturellen Imbiss machen, das haben wir uns natürlich nicht nehmen lassen:

Ausstellungseröffnung Haus der Geschichte

Ausstellungseröffnung Haus der Geschichte

Grundsätzlich schon sehr an der Thematik interessiert, schließlich geht das ja jeden was an, wurden wir dann auch nicht enttäuscht: die Ausstellung beleuchtet sehr facettenreich viele Aspekte dieses Themas. Es beginnt mit der „Erfolgsgeschichte“ der Gastarbeiter ab den 1950er Jahren, spart aber auch nicht negative Side-effects oder „Nachwehen“ dieser Entwicklung aus – wie die Entwicklung von Parallelgesellschaften und das Thema Rassismus.

Ausstellungseröffnung HDG - Der Prinz

Ausstellungseröffnung HDG – Der Prinz

Aber diese Ausstellung macht auch Mut: vom ersten schwarzen Karnevalsprinzen (der auch gerne nochmal vor seinem Outfit für die Kameras posierte) zu meinem absoluten Lieblingsausstellungstück (einem Fotoalbum, das eine Deutsche für Ihren italienischen Ehemann gestaltete und dass die Lebensgeschichten der Beiden (eine italienische und eine deutsche Kindheit usw.) in liebevoller Gestaltung erzählt.

Ausstellungseröffnung HDG

Ausstellungseröffnung HDG – Fotoalbum

Und wie eigentlich immer im Haus der Geschichte entdeckt man hier und da auch Bestandteile der ganz eigenen Lebensgeschichte: in einem Video werden Bilder der Anschläge von Solingen vom 29. Mai 1993 gezeigt – mir läuft ein Schauer über den Rücken – an diese Bilder kann ich mich noch live im Fernsehen erinnern, sie haben mir damals als Kind einen nachhaltigen Schrecken eingejagt.

Noch bis zum 9. August 2015 kann man sich die Ausstellung ansehen, wir können sie nur wärmstens empfehlen!

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