Florenz

Florenz !

Florenz!

Es gibt neues in der Bonner Museumsmeile, die Bundeskunsthalle präsentiert die Ausstellung „Florenz!“. Keine Frage, da muss ich hin! Florenz ist bekannt als der Kosmos vieler italienischer Maler, Architekten, Philosophen und Bildhauer. Michelangelo und Da Vinci haben auch ihre Spuren hinterlassen. Live erlebt habe ich die Stadt bisher nicht, umso gespannter bin ich auf die Ausstellung. Eingeteilt ist diese in fünf verschiedene Abschnitte, die die Geschichte der Stadt von fast 700 Jahren widerspiegeln.

Zu Beginn lande ich im Mittelalter, in dem Florenz als Zentrum der Kunst und Wissenschaft erstrahlte. Hübsche Ikonen zeugen von der damaligen Kunst, genauso wie die steinernen Reliefs. Im Zeitalter des Humanismus, der Renaissance, entdecke ich wahre Prachtstücke: Es handelt sich um Pergamenthandschriften, in Büchern gefasst, wie zum Beispiel die Naturalis Historica von Plinius. Die Seiten sind reich verziert, in bunten Farben, sodass ich mich vor Begeisterung kaum davon abwenden kann. Ein weiterer Blickfang ist ein riesiges, kreisrundes Gemälde mit einem goldenen Rahmen: „Madonna und Kind mit dem hl. Johannes dem Täufer und Engeln“ von Filippino Lipi. Das Bild präsentiert die bewundernswerte Malerei der Renaissance, welche sich durch die Perspektive und die Bildtiefe von der Kunst aus dem Mittelalter unterscheidet. Doch auch andere Werke ziehen mich in den Bann, seien es der gruselige Marmorkopf des Meeresgottes oder die riesigen Hochreliefs aus Bronze von „Christus und dem ungläubigen Thomas“, Faszination gibt es an jeder Ecke.florenz_baa013

In den folgenden Abschnitten tauche ich weiter in die Geschichte ein, lerne die Herrscher-Familie Medici kennen und stoße auf weitere Highlights in der „Höfischen Werkstatt“. Zusätzlich gibt es noch zwei Filme, die ich mir nicht entgehen lasse. „Florenz, die steinerne Schönheit“ erzählt von der heutigen toskanischen Hauptstadt und im 3D-Film erlebe ich wie das Wahrzeichen Florenzes, der prächtige Florentiner Dom im Laufe vieler Jahrhunderte erbaut wurde.

Fast ist meine Reise durch Florenz zu Ende, aber vorher werfe ich noch einen Blick in die „Villa Romana“. Da sind mehrere Werke des „Villa Romana-Preises“ ausgestellt, der jährlich an vier deutsche Künstler herausgegeben wird. Von Eindrücken überflutet verlasse ich die Ausstellung. Spannend und super gut gelungen ist das „kleine Florenz“ in Bonn, sodass ich mir vornehme, eines Tages auch das „wahre Florenz“ zu besuchen.

 

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