Deutsches Museum Bonn

Gummiherzen Marke Eigenbau aus dem Deutschen Museum Bonn

Das Deutsche Museum in Bonn wurde als Zweigstelle des Deutschen Museums in München 1995 eröffnet und hat seitdem jährlich ca. 60.000 Besucher. Geleitet wird das Museum von Andrea Niehaus, die tatkräftig unterstützt wird von Dr. Georg Rajca, der als wissenschaftlicher Mitarbeiter die Experimente leitet und auch uns mit Rat und Tat zur Seite stand.

Ein Highlight im Bonner Museum ist die 2007 eröffnete Experimentierküche, die kleine und große Forscher dazu einlädt, selbst verschiedene Experimente durchzuführen.

Einer dieser Workshops in der Experimentierküche ist der „Gummibärchen-Workshop“, der besonders in Bonn als „Haribo-Stadt“ bei den Besuchern viel Interesse weckt und somit auch bei der Gruppe und mir die Neugier regte. Seit 1920 hat Hans Riegel in Bonn die ersten Gummibärchen entwickelt, die seit 1922 als „Tanzbärchen“ schließlich auf dem Markt erschienen. Seit 1960 heißen die bunten Gummitierchen dann „Goldbären“ und werden seither nur mit natürlichen Substanzen hergestellt.

Im Deutschen Museum können die Teilnehmer des Workshops selbst Gummibärchen, bzw. in diesem Fall Gummiherzen, herstellen und anschließend auch mit nach Hause nehmen. So konnten wir also selbst mal ausprobieren, ob unsere Gummiherzen genauso gut schmecken wie die echten Gummibärchen oder vielleicht sogar noch besser, was uns zunächst allerdings noch unrealistisch erschien.

Als Material benötigt man dazu eine Schutzbrille und einen Schutzkittel, sowie verschiedene Geliermittel und einige Dinge, die wir bereits aus dem Chemieunterricht in der Schule kannten wie Messzylinder, Bechergläser und Apothekerlöffel.

Um die Gummiherzen herzustellen, wird eine Zuckerlösung hergestellt aus Zucker und Wasser, die anschließend auf ca. 70° C erhitzt wird. Parallel löst man das Geliermittel in Wasser auf und erhitzt dieses im Wasserbad. Wenn die Masse flüssig ist, vermischt man diese mit der Zuckerlösung und fügt ein beliebiges Fruchtaroma hinzu, wie zum Beispiel Apfel oder Kirsche. Zum Schluss kommt noch etwas Zitronensäure hinzu und dann wird die klebrige Masse in eine Gießform gefüllt. Diese Gießform wird für ungefähr 20 Minuten ins Tiefkühlfach gestellt und danach werden die kleinen Gummiherzen aus der Form gelöst. Fertig sind die selbstgemachten Gummibärchen, die einfach wahnsinnig lecker schmecken und anschließend auch ganz schnell aufgegessen waren.

Der Gummibärchen-Workshop war für uns auf jeden Fall ein Erlebnis und ist für jeden Entdecker, der Lust am Selbermachen hat, weiterzuempfehlen.

Jeden zweiten und vierten Sonntag im Monat ist die Experimentierküche für jedermann geöffnet ohne Voranmeldung und lädt somit alle zum Mitmachen und Entdecken ein.

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Ein Gedanke zu „Gummiherzen Marke Eigenbau aus dem Deutschen Museum Bonn

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