Architekturwettbewerb Festspielhaus

Architektenwettbewerb Beethoven Festspielhaus

Die Ausstellung in der Post Tower Lounge zeigen mit den Entwürfen der zehn Teilnehmer die Facetten moderner Architektur aus Großbritannien, Deutschland, den USA, Japan, Norwegen, den Niederlanden und Luxemburg.

Im ersten Quartal nächsten Jahres soll die Entscheidung unter den drei Finalisten – Chipperfield aus London, Kadawittfeld aus Aachen und Valentiny aus Luxemburg – getroffen werden. Bis 2019 – 1 Jahr vor dem 250. Geburtstag Beethovens soll der neue Konzertsaal seine Pforten öffnen. Finanziert wird der Bau größtenteils von Deutsche Post DHL und Privatinvestoren, der Betrieb wird dann zum Großteil einer Stiftung des Bundes obliegen. Auf einem 6.400 Quadratmeter großen Gelände neben der Beethovenhalle am Rhein soll das neue Bauwerk entstehen.

Architekturwettbewerb Festspielhaus

Architekturwettbewerb Festspielhaus

Die Ausstellung geht ins Detail: neben den 3D-Modellen im Schaukasten bieten Stellwände die entsprechenden Hintergrundinformationen zum jeweiligen Entwurf, dem Einbezug des umgebenden Geländes und konstruierten Bildern des fiktiven Innenraumes.

Der Entwurf von Kadawittfeld stellt die „Harmonie von Neubau und Landschaft“ in den Fokus: das Gebäude nivelliert durch seinen schichtartigen Aufbau den Höhenunterschied zwischen Rhein und dem oberen Gelände. Die wellenartigen Formen der „Vineyard“-Struktur sind für den Bau maßgeblich und greift Form und Funktionsweise eines antiken Amphitheaters auf. Das Architekturbüro aus Aachen bearbeitete u.a. Projekte wie das Keltenmuseum am Glauberg sowie Konzerthäuser in Padua und Riga.

Entwurf Kadawittfeld, Aachen

Entwurf Kadawittfeld, Aachen

Der Kollege aus London baut auf „kristalline Architektur auf schlanken Stelzen“. Mehrere Quader – gebildet aus feinen Rippen mit Glas – werden in vier Ebenen übereinander geschichtet und hebt sich so über das Rheinufer und das umgebende Gelände. David Chipperfield war bereits Teilnehmer des ersten Auswahlverfahrens und hat u. a. das Folkwang-Museum in Essen und das Neue Museum auf der Berliner Museumsinsel erbaut.

Entwurf Chipperfield London

Entwurf Chipperfield London

Francois Valentiny aus Luxemburg macht die Welle: das Leitmotiv „große und kleine Welle“ arbeitet mit großen Gesten zu Rhein- und Stadtfront und bietet weite Ausblicke über den Rhein. Hermann & Valentiny waren Sieger des ersten Auswahlverfahrens und bauten u. a. das Mozarteum in Trancoso (Brasilien), das Mozarthaus in Salzburg und das Musiktheater in Linz.

Entwurf Valentiny Luxemburg

Entwurf Valentiny Luxemburg

Die Ausstellung der Architekturentwürfe zum neuen Beethoven Festspielhaus sind noch bis zum 16.11.2014 in der Post Tower Lounge zu sehen. Von 10-18 Uhr hat jeder Besucher die Möglichkeit, sich umfangreich zu informieren und die Beiträge auf sich wirken zu lassen. Führungen sind für Samstag, 2. November, 16 Uhr, Mittwoch, 5. November, 16 Uhr, und Sonntag, 9. November, 14 Uhr, geplant.

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