Hotel Krone Königswinter mit Petit Lion

Sternekoch in Königswinter

Gestern hatte ich ein sehr beeindruckendes Aha-Erlebnis, kennt ihr das? Du bist irgendwo und denkst dir, warum wusste ich eigentlich nicht, wie schön und vor allem, wie lecker es hier ist? So ging es mir, als ich mit meiner Freundin im „Petit Lion“, im Restaurant des Hotel Krone in Königswinter zu einer Küchenparty mit Sternekoch Nicolas von Auersperg verabredet war. Von der Straße aus vermutet man nicht, dass uns in der Küche ein Sternekoch begrüßt, auch wenn uns vor dem Haus schon ein Schild darauf hinwies. Also sind wir gespannt und voller Vorfreude rein. Drinnen erwarteten uns edel eingedeckte Tische in einem wirklich schönen rustikalen Weinstuben-Ambiente mit modernem Ambiente und eine Menge anderer Gäste waren auch schon da. Nach einem super freundlichen Empfang war klar: Hier bleiben wir und lassen uns einfach mal überraschen. Leises Geplauder und gedämpfte Jazzmusik waren eine Wohltat nach einem langen Arbeitstag und begrüßende Worte des Gastgebers, Christian Leve, ließen uns das Wasser im Mund zusammen laufen. Hotel Krone KönigswinterSechs Vorspeisen, eine Suppe, sechs Hauptspeisen und Dessertvariationen sollten uns im Laufe des Abends begeistern und dazu korrespondierende Weine, das klang schon vielversprechend. Irgendwie war ich ja sehr gespannt auf den heute 31-jährigen Sternekoch, denn mit 26 Jahren schon einen Stern zu haben, Hut ab. Aber er war noch zu beschäftigt in der Küche, asiatische Gerichte sind aufwendig, also gab es ihn erst später zu Gesicht. Doch seine Kochkünste warfen ihre Schatten voraus, denn Leve berichtete stolz, dass sein Restaurant von einem chinesischen Reiseführer unter die 4.000 besten der Welt aufgenommen wurde. Unsere Freude stieg, waren wir doch live dabei. Während wir so lauschten wurde bereits das Vorspeisenbuffet aufgebaut, lauter kleine Gläschen, befüllte Löffelchen und Schälchen warteten auf uns. Petit Lion (3)Dazu kredenzte Leve drei Weißweine, ein Isola aus Sizilien, einen deutschen Riesling vom Winzer des Jahres und ein Sauvignon Blanc aus der ältesten Sauvignon Blanc Parzelle in Deutschland. Davon werden jährlich nur 3.000 Flaschen produziert und unter dem Label „Petit Lion“ abgefüllt, klasse, quasi der Wein zum Restaurant. Nun zu unseren Vorspeisen. Den Anfang machte ein Glasnudelsalat. Man musste ganz langsam schmecken um ja keine Geschmacksrichtung zu verpassen, denn von scharf bis fruchtig über süß war alles dabei. Jede der sechs Vorspeisen war eine kleine Geschmacksexplosion für sich. Mein persönlicher Favorit war der rohe Lachs, abgeschmeckt mit Avocado und einem Hauch Chili. Hotel Krone KüchenpartyPlötzlich wechselte die Musik, Jazz ging, Queen kam – der Ruf aus der Küche. Mit „I want to break free” wurde die eigentliche Küchenparty eröffnet. Die Hauptspeisen wurden nacheinander in der Küche serviert, Rockmusik und Illumination inbegriffenJ. Man könnte auch auf die Idee kommen und zwischen Fritteuse, Pfannen und Kochtopf zu tanzen. So standen wir dann im Rhythmus wippend und mitsingend in der Küche und warteten auf die erste Hauptspeise.Hotel Krone Dann kam schnell ein weiteres Aha-Erlebnis: Was bitte macht ein Ochsenbäckchen in der asiatischen Küche? Gefragt und probiert und für gut befunden. Denn das Ochsenbäckchen kam auf Wasabi-Kartoffelpüree daher, toll gelöst und himmlisch lecker. Später gab es ein Curry mit Thaispargel und Karotten. Dazu servierte uns Leve einen Manz Chardonay aus Rheinhessen, auf Kalkstein gewachsen und im Barrique ausgebaut. Toller Wein und in Kombination zum Curry sehr beeindrucken, er wurde samtig weich und leicht schokoladig im Abgang. Und dann gab es noch Steinbeißer mit Pak Choi und Dim Sum. Das Rätselraten begann, was war wohl Dim Sum und was Pak Choi? Ein Hoch auf internetfähige Handys und so war schnell die Antwort gefunden: Pak Choi war also das spinatartige Gemüse auf dem Teller. Es wird auch Senfkohl genannt, ist aus Asien, sehr kalorienarm und wurde in den letzten Jahren zu einem richtigen Trendgemüse, nur an mir ist es bis dato vorbeigegangen. Dim Sum haben wir uns dann vom Koch erklären lassen, es sind mit Gemüse gefüllte Teigtaschen ähnlich den bekannten Wan Tan´s und ebenso köstlich. Zum Abschluss der Hauptspeisen wurde mit „I can´t get no“ von den Rolling Stones der wahrhafte Höhepunkt, das Rinderfilet, angekündigt. Inzwischen haben wir verdutzt festgestellt, dass wir bereits mehrere Stunden im Restaurant „Petit Lion“ verbracht haben.Hotel Krone Die Zeit war unglaublich kurzweilig und wir haben unseren spontanen Abstecher nicht bereut, sehr im Gegenteil, es war ein köstlicher und einfach wunderbarer Abend. Ich hoffe, es hat euch Spaß und Appetit beim Lesen gemacht, doch bevor ich schließe möchte ich noch kurz von dem leckeren Creme Brulee mit knackiger Zuckerkruste und einem Hauch von Banane vorschwärmen. Für 65 € inklusive Getränke seid ihr pro Person dabei, ihr solltet euch anmelden, da die Teilnehmerzahl beschränkt ist.

Was ein Sternekoch in Königswinter verschlägt, wie er rheinische Küche mit Stern kocht und was ihm sonst noch so wichtig ist, erzählt er euch hier.

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2 Gedanken zu „Sternekoch in Königswinter

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