"Titelbild" Der Astronaut Ed White bei dem ersten Weltraumspaziergang eines Amerikaners, während der Gemini 4 Missionam 3. Juni, 1965 Foto: NASA

Outer Space – DAS neue Highlight in der Bundeskunsthalle

Woher stammt und wohin geht die Menschheit? Wie hat sich das Universum entwickelt? Sind wir allein im Weltall oder gibt es intelligentes Leben auf anderen Planeten? Wie könnte dieses aussehen? Und wäre es denkbar, mit diesen Lebensformen in Kontakt zu treten? Über welche Technologien verfügt die Menschheit zur Erkundung des Weltalls, und wie sind diese entstanden?

Copyright: Bundeskunsthalle

“Lift Off”, Ausstellungsansicht, Foto: David Ertl 2014,© Kunst- und Ausstellungshalle der BRD

Es gibt abertausende Fragen, welche Wissenschaftler aller Epochen ebenso in ihren Bann zogen wie Künstler, Philosophen, Esoteriker, Schriftsteller und Filmemacher.  Die schiere Anzahl
unerklärlicher und rätselhafter Phänomene rief dabei im Laufe der Jahrhunderte Visionäre und Quacksalber gleichermaßen auf den Plan. Die Bundeskunsthalle widmet diesen Fragen nun
eine komplette Ausstellung:  „Outer Space – Faszination Weltraum“.

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“Geschichte der Raumfahrt”, Ausstellungsansicht, Foto: David Ertl, © Kunst- und Austellungshalle der BRD

Insgesamt gilt es zwölf voneinander abgetrennte Themenbereiche bzw. Höhlen zu erkunden. Von antiken Theorien und mittelalterlichen Himmelskarten bis hin zum bekannten Weltraumwettlauf zwischen der UdSSR und den USA während der sechziger und siebziger Jahre erzählt die Bundeskunsthalle die Entwicklung der Raumfahrt im geschichtlichen Kontext.

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Der deutsche Raketenpionier Wernher von Braun, © Fotomuseum WestLicht Wien

Hunderte Ausstellungsstücke vermitteln dem Besucher ein Gefühl für die Technologien der jeweiligen Epochen, während Filmprojektionen, Geräuschinstallationen sowie 3D-Animationen die Ausstellung untermalen. Unter den Exponaten finden sich originale Raumanzüge der ersten Weltraumexpeditionen, Glücksbringer der Astronauten sowie eine Vielzahl verschiedener Messgeräte und Raumschiffmodelle. Neben großen Namen wie Gagarin, Armstrong oder Aldrin werden hier auch unbekanntere Weltallpioniere geehrt – so erinnert beispielsweise eine kleine, beklemmende Kammer mit verbrannten Teilen eines Astronautenoutfits an Wladimir Komarow, das erste menschliche Opfer einer Weltraummission.

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“Liberty Bell 7″, Die im Juli 1961 ins Meer gestürzte Mercury-Kapsel Liberty Bell 7 wurde im Juli 1999 geborgen. Foto: Kunst- und Ausstellungshalle der BRD,   © Kansas Cosmosphere and Space Center, 2014

Allerdings nimmt die geschichtliche Betrachtung von Astronomie und Raumfahrt nur einen Teil der Ausstellung ein. So gibt es Räumlichkeiten, in denen UFO-Sichtungen und Außerirdische thematisiert werden, während in anderen anhand von Teleskopfotografien der Aufbau unserer Milchstraße erklärt wird.

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“Milchstraße”, Hiroyuki Masuyama (*1968), Milchstraße (Ausschnitt), 2012, LED-Licht, Holz und Lichtleiterkabel, Galerie Sfeir-Semler, Hamburg

Diese stehen natürlich in krassem Gegensatz zu den mittelalterlichen Ansichten und Theorien über die Rolle des Planeten Erde, der Milchstraße und des Universums.

"Die Geburt der Milchstraße" - Peter Paul Rubens, Copyright: Bundeskunsthalle

“Die Geburt der Milchstraße”, Peter Paul Rubens, 1636/1638, Öl auf Leinwand, © Museo Nacional del Prado Madrid

Und natürlich dürfen auch die weltbekannten Science-Fiction Geschichten nicht fehlen. Von E.T. über R2D2 und C3PO bis hin zu den furchteinflößenden Aliens treffen die Besucher hier auf viele Bekannte aus der Comic- und Filmwelt.

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Alte Bekannte, Ausstellungsansicht, Foto: David Ertl, 2014, © Kunst- und Ausstellungshalle der BRD

Neben diesen Räumen findet man zahlreiche kreative und künstlerische Auseinandersetzungen mit dem Thema Weltraum. So ist beispielsweise ein weiterer Themenbereich dem „Moone Goose Analogue“-Projekt der Künstlerin Agnes Meyer-Brandis gewidmet, in welchem Wissenschaft und Fiktion vermischt werden. Die Idee basiert auf dem Buch „The man in the Moone“ von Francis Godwin aus dem frühen 17. Jahrhundert, in welchem die Hauptfigur mit einer von Gänsen gezogenen Flugmaschine zum Mond fliegt. Die Künstlerin erzählt tagebuchartig eine Geschichte darüber, wie sie elf Gänse aufzieht, trainiert und für deren große Mission – den Flug zum Mond – vorbereitet.

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“The Moone Goose Analogue: Lunar Migration Bird Facility” – Agnes Meyer-Brandis, Rauminstallation, 2011/2012, © Meyer-Brandis, Agnes, Berlin

In jedem Fall hat die Bundeskunsthalle mit Outer Space eine außergewöhnliche Ausstellung auf die Beine gestellt, die wirklich jede Altersgruppe anspricht, und die in den nächsten Monaten noch jede Menge begeisterter Besucher verzeichnen dürfte. Neugierig geworden? Dann nichts wie hin – die Ausstellung könnt ihr noch bis zum 22. Februar 2015 mit eigenen Augen sehen. Alle weiteren Infos gibt´s auf der Homepage der Bundeskunsthalle:

http://www.bundeskunsthalle.de/ausstellungen/outer-space.html

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“Weltbild” – Peter Sauerer, 2014, Nussschale, Holz, Schnur, bemalt, © Thomas Rehbein Galerie, Köln

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Ein Gedanke zu „Outer Space – DAS neue Highlight in der Bundeskunsthalle

  1. Traudel Würger

    Auter-Space – der Mann im freien Fall an der Leine im Weltraum – auch heute + später immer wieder ein stark faszinierendes Bild zum Betrachten.
    Die anderen Bilder zeigen den Beginn der Technik in der Vergangenheit (Werner von Braun) bis zur heutigen Gegenwart, an der hoffentlich + vermutlich immer noch weiter entwickelt und geforscht wird.

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