Netzwerktreffen der Tourismus & Congress Gmbh in der Campusmensa

4.Netzwerktreffen der T & C

„Tue Gutes und rede darüber!“ war eine der zentralen Aussagen beim 4.Netzwerktreffen der Tourismus & Congress GmbH Region Bonn / Rhein-Sieg / Ahrweiler (T & C) am 29.03.2017. Um Chancen und Herausforderungen durch Nachhaltigkeit im Tourismus ging es.  Und anschauen konnte man sich es direkt vor Ort am Vorzeigemodell Mensa CAMPO in Bonn-Poppelsdorf. Rund 100 Gäste aus Tourismus, Hotellerie, Gastronomie, Politik und Medien kamen zum Austausch über die Notwendigkeit, nachhaltig zu agieren.

Oberbürgermeister Ashok Sridharan, der auch Aufsichtsratsvorsitzender der T & C ist, wünscht sich mit Bonn einen besonders nachhaltigen Konferenz- und UN-Standort, von dem weltweit ein Signal ausgehen könnte. Bereits im November kommen immerhin mehr als 20.000 Teilnehmer zur bislang größten UN-Konferenz, den 23.Klimagipfel, nach Bonn. Hilfreich ist dabei das Projekt „Sustainable Bonn – Konferenzort für Nachhaltigkeit“, das seit 2006 läuft und von der T & C gesteuert wird. Hier lassen sich aktuell 35 Unternehmen und Betriebe erneut unter den nachhaltigen Aspekten „Ökonomie, Ökologie und Soziales“ testen. Wer die Prüfungskommission durch nachhaltige Maßnahmen überzeugt, bekommt für 2017 und 2018 das „Sustainable Bonn Zertifikat“.

Prof. Dr. Wiltrud Terlau, die Gründungsdirektorin des Internationalen Zentrums für Nachhaltige Entwicklung (IZNE) an der Hochschule Bonn/Rhein-Sieg, gab in ihrer „Keynote“ zur Nachhaltigkeit ein klares „Ja“ zur Wichtigkeit des Netzwerkens ab. Die zahlreichen lokalen Nachhaltigkeits-Projekte sollten zusammen an einem Strang ziehen. Nachhaltig aufgestellte Hotels und Gaststätten sollten die Gäste gezielt auf ihre Nachhaltigkeit aufmerksam machen. Genauso wichtig sei die Kettenreaktion:  auf Nachhaltigkeit bei den Zulieferern zu achten.

Konkrete Beispiele zur sozialen Nachhaltigkeit in der Praxis gab es von dem CSR-Botschafter der IHK, Stephan Multhaupt.  Mitarbeitermotivation steht bei ihm ganz oben. Jeder Betrieb kann mit Hilfe der IHK individuell seine Möglichkeiten zu nachhaltigem Umstellen ausloten. Für Beratung kann sich jeder an die CSR-Botschafter wenden.

Der  Ort des Netzwerktreffens, die Mensa CAMPO, auf der Endenicher Allee hat sich nachhaltig bereits bravourös aufgestellt.  Der Abteilungsleiter für Hochschulgastronomie des Studierendenwerks Bonn, Jens-Martin Birkenstein, erzählte beispielsweise von der Energiegewinnung durch Essensreste auf den Tellern, die eingesaugt werden und dann Strom liefern. Oder die gerade entstandene Außengastronomie: sozial nachhaltig entworfen und gebaut von einer Behindertenwerkstatt in der Eifel. „Die Studierenden heutzutage fordern Nachhaltigkeit regelrecht ein und hinterfragen kritisch“, so Birkenstein. Seit neuestem muss man schon mal Pfand zahlen für  die umstrittenen Coffee-to-go-Becher, um sie bei Rückgabe gezielt der Abfallverwertung zuführen zu können. „Eine Zwischenlösung“ immerhin, nannte das der Gastronomieleiter.

Udo Schäfer, Geschäftsführer der T & C, ermutigte die vielen anwesenden Gäste,  die Herausforderungen der Nachhaltigkeit anzugehen und voranzutreiben. Miteinander sprechen, kooperieren, nicht konkurrieren und emotional für Nachhaltigkeit brennen, das waren die Schlagworte, mit denen das Netzwerken anschließend weiterging.

Netzwerktreffen der Tourismus & Congress Gmbh in der Campusmensa

 

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