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Unterwegs auf dem Rotweinwanderweg

Bei strahlendem Sonnenschein bin ich am Wochenende auf dem Rotweinwanderweg im Ahrtal unterwegs gewesen und habe wirklich schöne Ecken entdeckt. Gemeinsam mit meinem Hund habe ich mich auf den Weg gemacht und wollte mal nicht die gewohnte Richtung einschlagen. Also sind wir direkt am Parkplatz der Römervilla gestartet. Hier ist übrigens der Bahnhof Ahrweiler / Markt fußläufig entfernt, ihr braucht also kein Auto mitzunehmen.

Für alle die noch keinen römischen Gutshof, oder deren Überreste, besichtigt haben, möchte ich an dieser Stelle zuerst den Besuch der Römervilla empfehlen. Die außergewöhnlich gut erhaltene Villa Rustica ist ein Schmuckstück nördlich der Alpen, sie zeigt euch extrem viel von dem römischen Leben in den ersten Jahrhunderten nach Christus. Ich sag nur: Küche mit eingebautem Backofen, Toilette mit Fließend Wasser und ein Bad mit Fußbodenheizung, sehr beeindruckend.IMG_1576

So, aber nun zur Wanderung. Ich bin Richtung Regierungsbunker gestartet, über den Besuch schreibe ich euch ganz separat, da es einfach zu eindrucksvoll war, um es hier nur kurz zu erwähnen. Nach wenigen Metern biege ich gleich rechts auf den unteren Weg durch die Weinberge ab und laufe nun in der Sonne, herrlich :-). Wir finden noch blühende Rosen und viele Bänke, die zur Aussicht auf Ahrweiler und weiter ins wildromantische Ahrtal einladen. Dann kommt ein Abzweig nach links und der Wegweiser „Tunnel Silberberg und Weinbergskapelle“ machen mich neugierig. Also biege ich ab und schon nach kurzer Zeit stehe ich vor einem versteckt liegenden Tunneleingang, sieht aus wie ein kleines Museum, Hütten, Kochstelle, sogar ein Postkasten. Eine Tafel verrät mir, dass hier seit 1910 an der Bahnstrecke von Liblar bei Köln in Richtung Westen gebaut wurde. Stimmt, da fällt mir wieder ein, der Regierungsbunker wurde ja auch in einem alten Bahntunnel erbaut. Dann kamen so manche kriegerischen Verwirrungen, aus der Bahn wurde nichts, aber der Tunnel hat tausenden Ahrtalern im zweiten Weltkrieg Unterschlupf in Bombennächten gewährt, er wurde quasi zur zweiten Heimat. Ein Blick nach rechts zeigt sogar noch die Brückenpfeiler, die für die Bahntrasse genutzt werden sollten, sie stehen heute wie stille Mahnmale in den Weinbergen.IMG_1579

Beeindruckt bin ich schließlich weiter gegangen, ich wollte doch unbedingt die Weinbergkapelle St. Urban besuchen. Dazu mussten wir dann die nächst höhere Ebene im Weinberg nehmen (Beschilderung Rotweinwanderweg), auch hier nur Sonne! Und dann nach einer Kurve standen wir schon vor dem schönen Kirchengebäude. Eine kleine Pause auf dem Bänkchen haben wir uns auch verdient, aber vorher wollte ich noch einen Blick in die Kapelle werfen. Was meint ihr, woraus der Altar ist? Aus einem Weinfass, wer hätte das gedacht, sehr originell :-)

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Frisch verschnauft (mein Hund war schon zack wieder fit) sind wir dann auf den 285 Meter hohen Giesemertalskopf gestiegen und haben den Aussichtsturm „EVA“ (steht übrigens für den Eigentümer Eifelverein Ahrweiler e.V.) erklommen, das lohnt sich wirklich. Wenn ihr euch von dort aus auf den großen Wegen immer links haltet, kommt ihr automatisch am Regierungsbunker wieder aus, ein schöner Rundweg. Und wenn ihr jetzt Lust habt, nutzt unbedingt die Gelegenheit und macht einen Besuch im Bunker.

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