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Entlang des Rheinufers durch die Biergarten-Szene

Bestes Sonnenwetter und einfach mal Lust, eine Biergartentour abzuradeln?

Biergärten-Radtour rechtsrheinisch

Dann aufgesessen und los geht es! Wir fangen rechtsrheinisch in Niederkassel-Mondorf an. Da treffen wir direkt unten am Rhein auf das RHEINGOLD. Kein klassischer Biergarten, sondern eine Strandbar. Mit Surferfeeling und viel Sand in den Schuhen. Herrlich ist, dass man außer auf der Terrasse auch ganz unkonventionell direkt am Wasser sitzen oder liegen kann. Etwas zusammengewürfelte Sitzgelegenheiten stören da gar nicht. Selbstbedienung, wenn ihr unten am Rheinstrand was trinken oder essen wollt. Oben am Restaurant wird alles serviert – Das Angebot reicht von Pizza, Burgern, Nudeln über Salate und Fingerfood.

Nur 5 Fahrradminuten weiter in Richtung Süden kommen wir auf Höhe der Mondorfer Fähre am Biergarten des Restaurants SCHLIMGEN vorbei. Prächtige höhergelegene Lage mit Blick über den Rhein. Tiroler Gröstl und Wiener Schnitzel sind typisch für die kleine österreichische Karte. Neben den gängigen Bieren kriegt ihr hier auch ein Hirter Märzen oder ein Hirter Kräuterradler. Auch ein alkoholfreier Almdudler ist im Angebot.

Weiter geht es am Mondorfer Yachthafen vorbei, auf die Halbinsel und dort entlang über das kleine Brückchen und durch die Siegaue zum Bergheimer Biergarten SIEGFÄHRE. Das Ambiente ist hier zwar sehr gediegen, aber man sitzt mit schönem Blick auf die Sieg und es gibt reichlich Plätze, obwohl meistens gut besucht. Und es gibt wirklich leckere Schnitzel und ein reichhaltiges Getränkeangebot. Hier können wir auch am Siegufer kurz die Füße ins Wasser halten, bevor es mit der kleinen und übrigens ältesten Ein-Mann-Fähre (fasst max. 20 Personen, mit Fahrrädern weniger) über die Sieg geht.

Wer nicht die Fähre nutzen möchte, kann auch über die Niederkasseler Strasse fahren und dann rechts über den Radweg zurück zum Rheindeich. Hier lohnt sich auch ein Abstecher zur Schwarzrheindorfer Doppelkirche. Kurz ein kleiner Kulturcheck im Inneren der Kirche und ein kühlendes Getränk im Anschluß im malerischen Biergarten des historischen Restaurants ASSENMACHER direkt gegenüber! Zwar kein Rheinblick – aber historischer Blick. Gutbürgerliche Küche findet ihr dort –  für den kleinen oder großen Hunger – auch gutes Angebot für Vegetarier und Veganer!

Weiter geht es ins Beueler Zentrum. Hier liegen am Rheinufer direkt zwei Biergärten in nächster Nähe. Das Beueler BAHNHÖFCHEN nördlich und die RHEINLUST südlich der Kennedybrücke. Da Beuel die Sonnenseite Bonns ist, kann man hier bis in den Abend die Sonnenstrahlen genießen. In beiden Biergärten gibt es kleine und größere Speisen – und genügend Abwechslung zum Durst löschen. Die meisten Sitzgelegenheiten finden sich auf den klassischen Bierbänken. Dabei können wir gut ein bisschen quatschen und die Spaziergänger auf der Rheinpromenade beobachten. Da beide Biergärten bei schönem Wetter gut gefüllt sind, kann es schon etwas dauern, bis alles am Tisch ankommt.

Ein Stück Richtung Süden haben wir auf der rechtsrheinischen Seite noch vor uns. Wir radeln weiter am Beueler Rheinufer, bis wir in Höhe des Restaurants Haus am Rhein auf den Biergarten ZUM BLAUEN AFFEN stoßen. Der Rhein liegt in Sichtweite, der Biergarten auf grüner Wiese um den Pavillon herum, gesäumt mit vielen schattenspendenden Bäumen. Der Pavillon ist übrigens im Zuge der Bundesgartenschau 1979 entstanden. Auch hier sitzen wir an langen Biertischen und können ein frisch gezapftes Hofbräu genießen. Dazu Currywurst oder Bratwurst – leider keine Pommes Frittes. Dafür leckere frische Brezeln.

Weiter geht es unter der Südbrücke hindurch zum Bonner Bogen. Unterhalb des Kameha Grand Hotels wird es bayrisch: sowohl optisch als auch kulinarisch. Hier kommen wir in die RHEINALM, wo es sich ganz gemütlich zwischen den kleinen Holzhütten sitzen lässt. Schweinshaxe, Obazda oder Nürnberger Rostbratwürstl und dazu eine kühle Maß Benediktiner Helles – da schlägt das Herz höher.

Gegen den Strom geht es weiter zur Strandbar STRANDLIEBE in Oberkassel, ein äußerst chilliges Plätzchen mit Sand, Sonnenliegen und Sonnensegeln inklusive Rheinblick. Sonntags ab 14 Uhr gibt es dazu immer „Umsonst & Draußen“-Tanzspaß mit DJ’s , kühlen Drinks und Gebrutzeltem vom Grill. Achtung: der Zutritt dann erst ab 18 Jahren!

Ein Stückchen weiter finden wir in Oberkassel das BUNDESHÄUSCHEN, das ein gutbürgerliches Restaurant mit Biergarten ist. Neben klassischen Gerichten wie Schnitzel und Bockwurst bietet das Bundeshäuschen regelmäßig spezielle Themenwochen wie die Pfifferlingwoche, die Pfannkuchenwoche oder auch die rheinische Woche an. Dazu gibt es Bitburger Pils, Peters Kölsch, Benediktiner Weizen oder auch eine große Auswahl Wein. Gerne aber darf es auch mal ein KiBa, ein Wasser oder eine Fassbrause sein. Übrigens lohnt sich auch ein Blick in die Eiskarte!

Wer stramme Beine hat, kann jetzt weiterradeln bis nach Bad Honnef – dort auf die wunderschöne und idyllische Insel Grafenwerth. Vorne am Ufer befindet sich das Restaurant GRAFENWERTH mit kleiner Terrasse auf der einen und großem schattigen Biergarten auf der anderen Seite. Im Biergarten gibt es Selbstbedienung, von Bratwurst über Pommes Frittes gibt es einige Kleinigkeiten zum Essen, dazu ein großes Radler oder allerlei andere kühle Getränke.

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Rheinalm am Kameha

Biergärten-Radtour linksrheinisch

Wer die rechtsrheinische Radtour durch die Biergärten schon mitgeradelt ist, kann jetzt für kleines Geld die Fähre zwischen Bad Honnef und Rolandseck nutzen und die linksrheinischen Biergärten entdecken. In Rüngsdorf am Rhein bietet uns DRESESENS BIERGARTEN am „Weißen Haus am Rhein“, wie das historische Hotel gerne genannt wird, einen herrlichen Blick aufs Siebengebirge, an kälteren Tagen sitzt man hier auch ganz nett im Wintergarten. Der Biergarten hat auf der einen Seite die klassische Biergarniturenreihen, auf der anderen Seite aber auch Loungemöbel zwischen den Bäumen. Mediterrane Speisen, Gerichte aus dem Wok und Flammkuchen finden wir hier auf der Karte. Historisch stilvolles Ambiente.

Höhe der Autofähre Bad Godesberg kommen wir an die Bastei. Im Biergarten BASTEI verzaubert uns der Blick auf den Drachenfels, den Petersberg und über das ganze Siebengebirge. Bei großer Salatauswahl und Gegrilltem genießen wir das Panorama. Auch im Außenbereich der Schänke unten direkt am Rhein finden sich noch einige Plätze.

Schon Heinrich Heine wusste um 1852/53 herum den Biergarten des historischen SCHAUMBURGER HOF in Plittersdorf zu schätzen. „Dort unter dem Lindebaum, sitz ich vor der alten Schenke“. Aber auch Friedrich Nietzsche, Alexander von Humboldt und der Namensgeber Prinz Adolf zu Schaumburg-Lippe waren hier Gäste. Unter den schattenspendenden Lindebäumen genießen wir die Bierklassiker mit wechselnden saisonalen Gerichten.

Weiter entlang des Rheins gen Norden kommen wir, durch die Rheinaue hindurch und an der Gronau vorbei, zum Rathenauufer. Unser Ziel ist der RHEINPAVILLON, bekannt auch als Heppy’s Garden. Der kultige 50er-Jahre-Bau allein hat schon Charakter. Auf den ursprünglichen Kiosk hat Willi Heppenheimer in den 50ern noch eine Etage aufgesattelt und den Biergarten dazugebaut. Dort gibt es im familiengeführten Pavillon frischgebackene Waffeln, Schnitzel, Salate, sowie kühle und warme Getränke aller Art.

Wenn wir kurz hoch auf die Adenauerallee radeln, kommen wir zum Hauptgebäude der Universität. Bevor wir durchs Koblenzer Tor durchfahren, machen wir einen Stopp und folgen dem kurfürstlichen Gebäude zum Rhein hin. Hier kommen wir zum Biergarten ALTER ZOLL – Der Biergartenklassiker in Bonn. Mittendrin eine große Kastanie, darum herum zahlreiche Biertischgarnituren mit einem schönen Blick auf den Rhein und Beuel. Immer gut gefüllt, mit meistens gut gelaunter Bedienung, und auch auf der Wiese kann man gemütlich sitzen. Im August finden hier die Stadtgartenkonzerte statt, ein Highlight obendrauf.

Nur knapp zwei Kilometer weiter geradelt, sind wir schon am Biergarten SCHÄNZCHEN, direkt neben dem historischen Verbindungshaus der Burschenschaft Alemannia. Unter alten Kastanien sitzen wir auch hier mit herrlichem Blick, auf den Rhein. Dazu holen wir uns an der Selbsbedienungstheke bayrische Spezialitäten wie Leberkäse, Haxn oder Weißwürste, dazu ein Maß Löwenbräu.

Wir können uns vorstellen, dass ihr bestimmt nicht alle Biergärten auf einmal abradeln werdet. Und wenn, dann bloß nicht immer ein Bier dazu.

Aber wir hoffen, euch einen kleinen, aber feinen Überblick über die Biergärten rechts- und linksrheinisch in Wassernähe gegeben zu haben. Natürlich gibt es in der Region noch jede Menge anderer Biergärten. Die nehmen wir uns nächstes Mal vor. Wenn ihr noch Tipps habt, schickt uns doch einfach eine e-mail: presse@bonn-region.de

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